Siegfried Alexander Scholz
Geboren am 21.11.1932 in Hohenfriedeberg / Niederschlesien. Ab 1943 Besuch der Mittelschule in der Kreisstadt Jauer. Mai 1945 kurze Flucht und Rückkehr in den Heimatort. Bis zur Vertreibung der gesamten Einwohnerschaft am 27. Juli 1946 kein Schulbesuch gestattet.
Im März 1948 Volksschulabschluss in Borgholzhausen. Dreijährige Gartenbau-Lehre in Halle/Westfalen, Besuch der Berufsschule in Bieleleld, 1951 Gehilfenprüfung. Anschließende Berufstätigkeit in Werther.
September 1952 bis März 1954 Besuch einer privaten Vorbereitungsschule in Bielefeld und Erwerb des Abschlusszeugnisses einer Realschule. Danach, neben Arbeit im erlernten Beruf, Weiterbildung im Rahmen von Privatunterricht.
Von April 1955 bis Juli 1956 Besuch der Berlitz Sprachschule Bielefeld mit Korrespondenten-Abschlussexamen in Englisch und Spanisch. Ab April 1956 Erteilung von Unterrichtsstunden und Teilnahme an einem Abitur-Lehrgang in Bielefeld.
19491953 Jugendgruppenleiter im Bund Deutscher Pfadfinder, 19531956 Zugführer und Ausbilder im Deutschen Roten Kreuz. Januar April 1957 Aufenthalt in Madrid: Sprachstudien und Erteilung von Deutsch- und Englischunterricht.
Von Mai 1957 bis März 1960 Studium am Pädagogischen Institut Darmstadt in Jugenheim an der Bergstraße mit abschließendem Examen für das Lehramt an Volks- und Mittelschulen. April 1960 Dienstantritt an der Volksschule in Köppern/Obertaunuskreis. 1960 und 1961 Gasthörer an der Universität Frankfurt/Main: Geschichte und Politik.
1963 Ablegung von Erweiterungsprüfungen in den Fächern Kunsterziehung und Werken am Pädagogischen Institut Darmstadt. Im April 1964 Dienstantritt an der Realschule in Friedrichsdorf/Taunus.
1962/63 und 1965/66 Lehrauftrag für die nebenamtliche Erteilung von Deutschunterricht für Gastarbeiterkinder in Bad Homburg. Im Februar 1967 Ablegung einer Erweiterungsprüfung im Fach Biologie beim Wissenschaftlichen Prüfungsamt der Universität Gießen.
Von April 1967 bis zur Pensionierung im Juli 1995 als Realschullehrer in Dissen a.T.W., Landkreis Osnabrück, tätig. Außerdem Aufbau und Leitung der örtlichen Volkshochschule und Mitwirkung in der Erwachsenenbildung von 1970 bis 1980.
Beteiligung am Ausbau des 1976 an das Herder-Institut in Marburg überführten Fedor-Sommer-Archivs, einer schlesienkundlichen Schriftensammlung. Von 1982 bis 1987 Mitglied der Gesellschaft für ostmitteleuropäische Landeskunde und Kultur (Trägerverein der Forschungsstelle Ostmitteleuropa an der Universität Dortmund).
Von 1973 bis 1999 Vorsitzender des Heimatvereins Dissen, einer Arbeitsgemeinschaft für Naturschutz, Landschaftspflege, Denkmalschutz und Heimatkunde. Mitglied im Arbeitskreis Bildende Kunst-Literatur-Musik im Landschaftsverband Osnabrück von 1985 bis 1989. Mitarbeit beim Aufbau des Lernstandortes Noller Schlucht in Dissen von 1986 bis 1989 und Mitglied im Gründungsvorstand des mit der Universität Osnabrück verbundenen Vereins zur Förderung des Regionalen Lernens.
1990 Aufnahme von Kontakten zur Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften in Görlitz und Unterstützung der Aufbauarbeit des Schlesischen Heimatbundes in Niesky. Im Auftrag des Niedersächsischen Heimatbundes Teilnahme an Anhörungsverfahren und Abgabe von Stellungnahmen gemäß Paragraph 29 Bundesnaturschutzgesetz.
Seit 1962 Veröffentlichungen im schulischen, historisch-heimatkundlichen und literarischen Bereich.